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Hoffentlich ist bald nächste Woche Mittwoch ...

Klar, ich kann mich nicht einfach auf diesen Therapeuten verlassen und hoffen, dass dann schon alles wieder in Ordnung kommt, er kann mir lediglich (hoffentlich) einen Weg zeigen, den ICH dann eben gehen muss, aber nur schon mal deshalb, weil es eben jemand ist, der Ahnung von der Sache hat, lege ich da auch so große Erwartungen hinein. Vielleicht zu große, das wird sich zeigen.

Es ist momentan echt jeder Tag ein einziger Kampf, vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen beschäftigen sich meine Gedanken mit nichts anderem, als essen, nicht essen, Essen kaufen, Essen zubereiten, verschlingen, ins Bad gehen um es wieder loszuwerden und dann wieder von vorn ... Ich hatte schon immer mal bessere und schlechtere Phasen, aber so wie zur Zeit war es schon länger nicht mehr und ich hab Angst, die Kurve nicht zu kriegen.

Mein Gott, das sind jetzt knapp 20 Jahre - manchmal frage ich mich, wie mein Leben ohne Bulimie wohl aussehen würde? Was wäre noch von mir übrig, wenn sie wirklich komplett weg wäre? Keine Frage, ich will dieses Leben so nicht mehr und werde auch was dagegen unternehmen, trotzdem habe ich auch irgendwie Schiss, ich müsste mich selbst komplett "neu erfinden" und wenn ich mir versuche vorzustellen, was bei so einer Psychotherapie eventuell ans Licht kommen könnte, dann wird mir echt ganz anders.

Die Bulimie hat mein ganzes Leben im Griff, sie bestimmt was ich denke, was ich tue oder auch nicht und meine Launen sind ihr ebenfalls voll und ganz "ergeben" ... Für jemanden, der nichts damit zu tun hat klingt es vermutlich total bescheuert - aber im Laufe dieser vielen Jahre war sie nicht nur meine Feindin, häufig empfand ich sie auch als verlässliche Freundin. War da, wenn ich jemanden "brauchte" und auch wenn es sich eigentlich völlig widerspricht - die Bulimie gab mir ein Gefühl von Kontrolle. Ich weiß nicht mal genau worüber, aber so empfand ich es.

Den Großteil meines bisherigen bewusst denkenden Lebens habe ich als Bulimikerin gelebt - und diesen Großteil muss ich hinter mir lassen. Vielleicht sollte ich es nicht als ein Ablegen meiner ganzen Persönlichkeit betrachten, sondern mich mit einer Schlange vergleichen ... Die häutet sich ja auch und lässt ihre Hülle zurück. Und warum? Weil sie GEWACHSEN ist und ihr altes Kleid ihr nicht mehr passt ... Genau - das scheint mir ein ganz guter Ansatz zu sein ... Altes zurücklassen, damit Neues, Schöneres entstehen kann, klingt gut, oder? Oder eine gewisse hässliche Raupe ... sie verpuppt sich, zieht sich in sich zurück - und kommt als wunderschöner Schmetterling zurück! Hat was Tröstendes, wie ich finde.

Hilfe, ich fühle mich, als würde ich auf eine gaaaaaanz lange Reise gehen von der ich nicht weiß, wohin sie mich führen wird. Ich hab echt Bammel ...

Das ging mir nur mal eben so durch den Kopf, ich geh mal besser wieder.

9.11.06 14:17
 


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